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"STARKE PARTNER"
Sommerschule in Südkorea erfolgreich beendet
  09.11.2006
 


Bereits im zweiten Jahr in Folge hat ein Team um Prof. Dr. Joachim Ulrich, Prorektor für Forschung und Wissenschaftlichen Nachwuchs der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, eine Sommerschule an der südkoreanischen Hanbat National University (HNU) durchgeführt. Dozenten aus verschiedenen Instituten der MLU vermittelten über zwei Wochen spezifisches Lehrinhalte aus dem pharmazeutisch-technologischen Wissenschaftsbereich.


Die südkoreanische Hanbat National University, Foto: Hyeong-Seok Lee

Trotz hoher Anforderungen bewarben sich über 50 koreanische Studierende; lediglich 25 von ihnen konnten berücksichtigt werden. "Jeder Interessent musste ein Gutachten vorlegen, das seine überdurchschnittliche Studienleistungen nachweist", erklärt Dr. Birgit Dräger, Professorin für Pharmazeutische Biologie am Fachbereich Pharmazie; hinzugekommen sei ein individuelles Auswahlverfahren.
Dräger gehört zu den acht halleschen Lehrkräften, die für die Sommerschule 2006 angeworben werden konnten. Eine Zusage stand für sie außer Frage. "Die MLU muss sich im internationalem Raum positionieren. Dazu brauchen wir starke Partner. Südkorea verfügt über akademischen Nachwuchs mit genügend Potenzialen; das Land ist im wissenschaftlich-technischen Bereich sehr fortschrittlich", erklärt Dräger weiter. Außerdem verzeichne Südkorea einen enormem wirtschaftlichen Aufschwung. Die Forschungseinrichtungen an den Universitäten seien exzellent ausgestattet.

Interdisziplinäre Lehrinhalte
Der Lehrstoff aus der Pharmazie und den Ingenieurwissenschaften wurde speziell für die Sommerschule aufbereitet. Interdisziplinäres Wissen dieser Art und so kompakt sei nicht Bestandteil des üblichen Lehrplans. "Wir haben Informationen vermittelt, bei denen die klaren Grenzen zwischen den Themengebieten verschwimmen. So war es beispielsweise für die Teilnehmer der Seminare nicht nur interessant, welche Wirkstoffe eine Tablette beinhaltet, sondern auch, mit welchen pharmazeutisch-technologischen Methoden sie in eine feste Form gebracht werden kann, bei der eine optimale Freigabe der Inhaltstoffe an den Körper gewährleistet ist."


Fotos (3): Eric Römbach

Die südkoreanischen Studierenden besuchten die Veranstaltungen nach einem festen Stundenplan; unterrichtet wurde in englischer Sprache. "Da die Teilnehmerzahl auf 25 Studierende beschränkt wurde, hatten wir Dozenten die Möglichkeit, uns intensiv mit den einzelnen Fragen der Personen auseinander zu setzen und genügend Spielraum zur Vermittlung weiterführender Informationen", erinnert sich die Professorin. Ergänzt wurden die Seminare und Vorlesungen durch ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. "Da die Studierenden aus verschiedenen Regionen Koreas angereist waren, mussten auch sie sich erst einmal kennen lernen."

Positive Effekte für alle Beteiligten
Nach Ansicht Drägers kann die MLU mit dieser Lehrveranstaltung verschiedene positive Effekte erzielen. "Der konkrete Nutzen besteht darin, dass wir gut ausgebildete und hoch motivierte Master- und Promotionsstudenten für unsere weiterführenden Studiengänge anwerben. Weiterhin können wir mittelfristig unsere Ausbildung verbessern, indem wir zum Beispiel Teile des Studienprogramms der Hanbat-Universität in unseren Lehrplan integrieren", fährt Dräger fort. "Langfristig profitieren auch die Stadt Halle und deren Einwohner, denn mit internationalen Kooperationen dieser Art erzielen wir einen Austrahlungseffekt, der weit über die Universität hinaus wirkt."

Die Sommerschule im Rahmen des Kooperationsvertrages zwischen der MLU und der HNU wurde mit Mitteln des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und verschiedener Unternehmen finanziert. Die Zusammenarbeit soll zukünftig intensiviert werden; vorgesehen ist neben einer Zusammenarbeit in Lehre und Forschung ein Austausch von Studierenden und Dozenten. Schon in diesem Jahr wurden eine Gastprofessur und zwei Promotionsstellen an südkoreanische Interessenten vergeben. Die Planungen für die Sommerschule 2007 haben bereits begonnen.


Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Ulrich,
Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
FB Ing.-Wiss., Institut für Verfahrenstechnik/TVT
Tel.: 0345 55-28400
Fax.: 0345 55-27358
E-Mail: joachim.ulrich@iw.uni-halle.de
http://www.iw.uni-halle.de/tvt/

(Paolo Schubert, 09.11.2006)

 
  Ute Olbertz, 09.11.2006
 
     
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