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AUS DEM AKADEMISCHEN SENAT
Beschlüsse und Informationen der Februar-Sitzung 2007
  15.02.2007
 


Die Februar-Sitzung des Akademischen Senats begann mit den Berichten des Rektorats. Unter anderem wurden folgende Themen vom Rektor angesprochen:

Harmonisierung der Semester- und Vorlesungszeiten
Die HRK hat eine Initiative zur Harmonisierung der Semester- und Vorlesungszeiten in Deutschland, insbesondere unter internationaler Perspektive, für notwendig erachtet. Es ist vorgesehen, das bisherige Wintersemester in ein Herbstsemester und das Sommersemester in ein Frühjahrssemester umzuwandeln. Folgende Termine sollen dabei berücksichtigt werden:
Herbstsemester: Beginn 1. August; Ende 31. Januar des Folgejahres.
Die Vorlesungszeit sollte den Zeitraum vom 1. September bis 23. Dezember umfassen.
Frühjahrssemester: Beginn 1. Februar; Ende 31. Juli.
Die Vorlesungszeit sollte den Zeitraum von Ende Februar/Anfang März bis Ende Juni umfassen.
Die Landesrektorenkonferenz wird sich damit in ihrer nächsten Sitzung befassen.

Naturkundliches Universitätsmuseum
Die Landesregierung hatte am 6. Februar 2007 dem Standortvorschlag der Universität zugestimmt, ein Naturkundliches Universitätsmuseum am Friedemann-Bach-Platz zu errichten. Der Rektor verwies in diesem Zusammenhang auf die in der am 7.02.07 in der Mitteldeutschen Zeitung erschienenen Darstellung.

Kuratoriumssitzung
Am 19.02.07 wird sich das Kuratorium der Universität zu seiner nächsten Beratung zusammenfinden. Auf der Tagesordnung stehen dabei die Themen:
- Rektoratsbericht 2006 im Rahmen der Zielvereinbarung,
- Universitätshaushalt,
- Cluster-Antrag "Laboratorium Aufklärung",
- doppelter Abiturjahrgang,
- Stellungnahme zur Beteiligung am Institut für Innovation und Entrepreneurship GmbH (näheres dazu im folgenden Bericht) sowie
- schriftliche Berichte zur Einführung von Bachelor und Master, zur Akkreditierung und zur Umsetzung der Neuregelung im Zulassungsverfahren.

Darüber hinaus berichtete Prof. Dr. Wulf Diepenbrock über die Erarbeitung eines Marketing-Konzepts für die Martin-Luther-Universität, die Vorstandssitzung des WZW, in der Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann zum Vorsitzenden gewählt wurde, und die Einladung des Kultusministers in eine der nächsten Rektoratssitzungen.

Bericht zur Zielvereinbarung
Die Anlage 6 der Zielvereinbarung regelt die Berichterstattung zur Zielvereinbarung 2006–2010. Sie sieht vor, dass das Rektorat im Rahmen des Jahresberichts über die Erfüllung der Festlegungen in der Zielvereinbarung informieren soll. Auf der Grundlage des § 69 HSG LSA erörterte der Senat den 44-seitigen Bericht einschließlich der statistischen Anhänge.
Dem Rektorat obliegt es nun, die Hinweise zu prüfen und ggf. Änderungen im Dokument vorzunehmen.
Am 19.02.07 wird sich das Kuratorium ebenfalls mit dem Bericht befassen, bevor er an das Kultusministerium übergeben wird.

Konzept Grundschulpädagogik
Aufgrund der landespolitischen Entscheidungen wird die gesamte Verantwortung für die Lehrerbildung in Sachsen-Anhalt an der Martin-Luther-Universität gebündelt. In diesem Zusammenhang wurde von der Philosophischen Fakultät III für das Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik eine Konzeption entwickelt, in deren Konsequenz sich strukturelle Änderungen und Änderungen von Denominationen für Professorenstellen ergeben.
In seiner gestrigen Sitzung bestätigte der Senat die Konzeption. Diese Entscheidung implizierte folgende Einzelentscheidungen:

• Die Professur Körperbehindertenpädagogik wird in das Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik überführt.
• Die Denominationen der Professuren
W3 "Körperbehindertenpädagogik",
W2 "Grundschuldidaktik/Heimat- und Sachunterricht" und
W2 "Grundschuldidaktik/Mathematik" werden geändert in:
W3 "Erziehungswissenschaft/Schwerpunkt Grundschulpädagogik",
W2 "Sachunterricht/Grundschuldidaktik Englisch" und
W2 "Grundschuldidaktik Mathematik/Mediendidaktik an Grundschulen".

Satzungsänderungen Auswahlordnungen Medizinische Fakultät
Der Senat verabschiedete die Änderungsordnungen der fachspezifischen Ordnungen zur Regelung des Auswahlverfahrens in den Studiengängen Medizin und Zahnmedizin.
Auf der Grundlage der Rahmenordnung erließ der Akademische Senat im April 2006 zahlreiche fachspezifische Anhänge. Aufgrund der Erweiterung der Kriterien zur Erstellung der Rangliste für die Auswahlentscheidung mussten diese Anhänge für die Medizin und die Zahnmedizin geändert werden.

Richtlinie zur Beantragung und Verwendung von Drittmitteln
Durch die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere durch das Inkrafttreten des Hochschulmedizin-Gesetzes zum 1.01.2006, und damit verbundene Strukturveränderungen sowie geänderter haushaltsrechtlicher Regelungen war es erforderlich, die bisherige Drittmittelrichtlinie zu ändern.
Das Prorektorat für Forschung legte dazu eine Novelle der Richtlinie vor, die der Akademische Senat verabschiedete. Die Richtlinie wird demnächst im Amtsblatt der Universität erscheinen.

Leistungsvereinbarung zwischen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Studentenwerk Halle
Der Kanzler und der Geschäftsführer des Studentenwerkes legten eine weitere Leistungsvereinbarung vor, die die Zusammenarbeit zwischen Universität und Studentenwerk regelt. Bereits 2005 schlossen Universität und Studentenwerk einen entsprechenden Vertrag, der ein Novum in der Regelung der Beziehungen zwischen Hochschulen und Studentenwerken im Bundesgebiet darstellte.
Auf der Grundlage der positiven Erfahrungen lag den Senatoren eine überarbeitete Leistungsvereinbarung vor, die vom Senat grundsätzlich bestätigt wurde.

Gebührenordnung für den Studiengang Wirtschaftsrecht
Auf der Grundlage der Allgemeinen Gebührenordnung der Martin-Luther-Universität beantragte die Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät für den Studiengang "Wirtschaftsrecht" den Erlass einer entsprechenden Regelung zur Erhebung eines Beitrages in Höhe von 500 Euro pro Semester. Im Detail legte die Fakultät für den postgradualen nichtkonsekutiven Studiengang einen genauen Nachweis vor, welche Kosten der Studiengang verursacht. Der Antrag wurde damit begründet, dass die Ausstattung des Studienganges im erforderlichen Mindestumfang nicht aus dem laufenden Budget der Fakultät geleistet werden kann.
Die Senatoren entsprachen dem Anliegen und verabschiedeten die Gebührenordnung für den Studiengang Wirtschaftsrecht.

Haushaltsplanentwurf 2008
Der Senat bezog Stellung zum Haushaltsplanentwurf 2008. Wie in jedem Jahr wurde die Universität aufgefordert, Planzahlen für das folgende Haushaltsjahr vorzulegen. Nach der Stellungnahme des Senats wird der Entwurf am 19.02.07 im Kuratorium erörtert.

Institut für Innovation und Entrepreneurship (IIE GmbH)
Das Institut für Innovation und Entrepreneurship verfolgt das Ziel, die verstärkte Verwertung innovativer Ideen und Forschungsergebnisse in der regionalen Wirtschaft zu erreichen. Dazu erbringt das Institut forschungs- und technologienahe Dienstleistungen auf den Gebieten "Innovationsforschung und Gründungsmanagement", "Wissens- und Technologietransfer" und "Weiterbildung".
Nach den inhaltlichen Darstellungen hatten die Senatoren zur Beteiligung der Martin-Luther-Universität als Gesellschafterin in der IIE GmbH Stellung zu nehmen und darüber zu beschließen, ob die GmbH als An-Institut anerkannt werden soll.
Zu beiden Sachverhalten votierten die Senatoren positiv.

Weitere Entscheidungen bezogen sich auf:
- die Verabschiedung der Berufungsliste W2-Professur "Pflanzenbioinformatik" (gemeinsame Berufung mit dem IPK Gatersleben und dem Institut für Informatik),
- die Evaluierung einer Juniorprofessur,
- den Antrag der Medizinischen Fakultät auf eine Apl.-Professur,
- die Freigabe folgender Professorenstellen zur Ausschreibung:

• W3 "Innere Medizin/Gastroenterologie"
• W3 "Innere Medizin/Nephrologie"
• W3 "Innere Medizin/Endokrinologie und Diabetologie"
• W3 "Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Grundschulpädagogik"
• W2 "Sachunterricht/Grundschuldidaktik Englisch"
• W2 "Grundschuldidaktik Mathematik/Mediendidaktik an Grundschulen",
- die Zusammensetzung von Berufungskommissionen,
- die Ergänzung der Liste der Gastprofessuren,
- die Mitgliedschaft in der Vergabekommission für Forschungsstipendien zur Förderung des (promovierten) weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses und
- die Nachnominierung eines Mitglieds im Wahlausschuss.

 

Kontakt: Katrin Rehschuh
E-Mail: katrin.rehschuh@verwaltung.uni-halle.de

 

 
  Ute Olbertz, 15.02.2007
 
     
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