Der Akademische Senat der Martin-Luther-Universität trat
am
17. Mai 2006 zusammen. Entsprechend der Diskussion
in der vergangenen Sitzung legte das Rektorat einen Entwurf
für eine Resolution vor, die vom Senat diskutiert und
mit geringfügigen Änderungen verabschiedet wurde.
Mit seiner
Erklärung will der Senat deutlich machen, dass die
im Rahmen der Zielvereinbarung 2006-2010 zugesagten Mittel
lediglich für die in der Hochschulstrukturplanung 2003/2004
festgelegten Ausbildungskapazitäten ausreichen. Eine
Erhöhung der Ausbildungskapazitäten im Zusammenhang
mit der zu erwartenden deutlichen Erhöhung der Studierendennachfrage
durch den doppelten Abiturjahrgang 2007 ist nur durch die
zusätzliche Bereitstellung von Finanzmitteln durch das
Land möglich.
Der Senat fordert deshalb gegenüber den Politikern die
temporäre Verstärkung von Ressourcen im Personal-
und Ausstattungsbereich.
Weitere Entscheidungen des Senats:
Verabschiedung der Allgemeinen Gebührenordnung
Das Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt sieht in §
111 für bestimmte Sachverhalte die Erhebung von Gebühren
und Entgelten vor. In diesem Zusammenhang sind die Hochschulen
aufgefordert, allgemeine Gebührenordnungen zu erlassen.
Das Rektorat legte dazu einen Vorschlag vor, der bereits
mehrfach im Senat behandelt und nach Korrekturen am 17.05.06
verabschiedet wurde. Die Regelung wird demnächst im
Amtsblatt veröffentlicht.
Ihre Besorgnis zur Gebührenordnung brachten die Studierenden
zum Ausdruck und legten eine Unterschriftensammlung vor,
die sich gegen die Einführung von Gebühren für
Praktika, Exkursionen und Lernmittel und die Benutzung von
Hochschuleinrichtungen wendet.
Kooperationsvertrag mit dem Landesamt für Denkmalpflege
und Archäologie verabschiedet
Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
wissenschaftlichen Forschung und akademischen Lehre im Bereich
der Archäologie, Denkmalpflege, Kunstgeschichte und
Geschichte Mitteldeutschlands. Der Vertrag sieht u. a. die
Planung und Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben,
den Austausch wissenschaftlicher Literatur oder die gemeinsame
Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen vor.
Mit der Unterzeichnung des Vertrages, die demnächst
durch den Rektor und den Direktor des Landesamtes für
Denkmalpflege und Archäologie erfolgen wird, erhält
die bereits existierende enge Vernetzung zwischen dem Landesamt
und der Universität ihren formellen Rahmen, der den
weiteren Ausbau der vielschichtigen Kooperation fördern
und erleichtern soll.
Fachspezifische Ordnung zur Regelung von Auswahlverfahren
an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
Dieser Punkt stellte eine Ergänzung zu den bereits
in der letzten Sitzung verabschiedeten Regelungen dar. Die
fachspezifischen Ordnungen basieren auf der Rahmenordnung
zur Regelung des Auswahlverfahrens in zulassungsbeschränkten
Studiengängen, zu denen bisher über 60 vorliegen.
Der Akademische Senat entschied außerdem über:
- die Berufungslisten für die W3-Professur
"Zeitgeschichte" und W3-Professur "Bürgerliches
Recht, Zivilprozessrecht und Handelsrecht", die
W2-Professur "Nuklearmedizin",
- die Zwischenevaluation von drei Juniorprofessuren,
- die Übertragung der Gastprofessur an Prof. Dr.
Breckner für das Gebiet "Optimierung und konvexe
Analysis",
- die Ausschreibung der W3-Professur "Hals-Nasen-Ohrenheilkunde"
und
- die Zusammensetzung von Berufungskommissionen.
Weitere Themen im Senat:
Bericht des Prorektors für Forschung, wissenschaftlichen
Nachwuchs und internationale Beziehungen zur Umsetzung der
Internationalisierungsstrategie der Martin-Luther-Universität
Ziel dieser Strategie ist die Stärkung des internationalen
Profils der Universität durch fachliche und regionale
Schwerpunktsetzung der Kooperationen, die Bildung von Netzwerken
und die nachhaltige Internationalisierung von Forschung
und Lehre sowie die stärkere Positionierung im internationalen
Bildungs- und Forschungsraum. Dieses Ziel sollte durch den
Abschluss von Kooperations- und Austauschvereinbarungen
mit strategischen Partnern, die Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen
für die Realisierung der Strategie durch gezielte Einwerbung
von Drittmitteln und die Erweiterung und Verbesserung des
Serviceangebots für ausländische Studierende und
Wissenschaftler erreicht werden. Neben der Erweiterung und
Vertiefung der Kooperationsbeziehungen mit den Universitäten
IIT Chicago, der Jawharlal Nehru University Neu Delhi, der
WASEDA University Japan, der Senshu University Japan, der
Hanbat National University Korea und der Staatlichen Baschkirischen
Universität Ufa wurde insbesondere die Umsetzung der
Strategie über das Projekt
UniON realisiert.
Ziel des Projekts ist die Etablierung einer Schnittstelle
an der Universität, die für die Kontaktaufnahme
und den effektiven Informationsaustausch der Koordinatoren
aller Netzwerkpartner verantwortlich ist und die Basis für
Kooperationen der Universität mit externen Leistungsanbietern
schafft.
Aufteilung der Haushaltsmittel 2006
Auf der Basis der ausführlichen Diskussion zum Entwurf
der Mittelaufteilung 2006 in der April-Senatssitzung und
den dort getroffenen Festlegungen hat das Rektorat in seinen
Sitzungen am 25. April 2006 und am 3. Mai 2006 die Grundsätze
zur Aufteilung der Haushaltsmittel beraten und diese
am 3. Mai beschlossen.
Das Rektorat informierte die Senatoren über die getroffenen
Festlegungen.
Außerdem lag den Senatoren die Übersicht zur
Verteilung der Bibliotheksmittel für 2006 zur Kenntnisnahme
vor.
Weitere Informationen des Rektorats bezogen sich auf den
Diskussionsstand zum Geistes- und sozialwissenschaftlichen
Zentrum und zum CHE-Hochschulranking.
Kontakt:
Katrin Rehschuh
E-Mail: katrin.rehschuh@verwaltung.uni-halle.de