Der Akademische Senat der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg befasste sich in seiner Sitzung am 15. Februar
2006 mit folgenden Themen:
Rektor Wilfried Grecksch begrüßte Karl
Schmeier und Bertolt Marquardt als neue Mitglieder
des Senats in der Statusgruppe der nichtwissenschaftlichen
Mitarbeiter. Beide agierten in der laufenden Legislaturperiode
bereits mehrfach als Vertreter.
Die bisherigen Mitglieder des Senats, Hans-Ullrich Spannaus
und Ilka Hammer - beide ab dem 1. Januar 2006 im Zusammenhang
mit dem Hochschulmedizingesetz dem Klinikum zugeordnet -
können keine Rechte mehr ausüben, die sich auf
die Hochschule beziehen. Deshalb waren sie im Senat durch
die Vertreter zu ersetzen.
Darüber hinaus verabschiedete der Rektor den Senator
und Alt-Rektor Prof. Dr. Reinhard Kreckel und bedankte
sich für die langjährige Mitarbeit im Senat in
den unterschiedlichsten Funktionen, als Dekan des Fachbereichs
Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften, als Prorektor
für Struktur und als Rektor.
Reinhard Kreckel feierte im November 2005 seinen 65. Geburtstag
und scheidet zum Ende des Wintersemesters 05/06 aus der
Universität aus. Seine Tätigkeit als Direktor
des Instituts für Hochschulforschung in Wittenberg
wird er weiter fortsetzen.
In dem obligatorischen Punkt "Informationen des
Rektorats" berichtete Prorektor Hans-Joachim Solms
über den Stand der Diskussionen zur internen Mittelverteilung.
Die Verabschiedung der Kriterien für die Aufteilung
der Finanzen ist für die April-Sitzung angekündigt.
Der Rektor gab eine Zwischeninformation zur Auswertung
der Exzellenzinitiative. Nach Ankündigungen
der DFG soll eine detaillierte Auswertung zu den eingereichten
Anträgen noch im Februar erfolgen. Über Ergebnisse
wird die Universitätsleitung im April-Senat berichten.
Dow wird seine Förderung auf der Grundlage
des bestehenden Kooperationsvertrages
auch 2006 fortsetzen. Neben der Unterstützung des
Projekts "Experimentelles
Lernen" im Bereich der Chemie-Didaktik ist beabsichtigt,
auch die Leistungsstipendien nach einer Bewertung fortzuführen
- so Prof. Dr. Grecksch.
Der Rektor machte an dieser Stelle nochmals ausdrücklich
auf das Praktikumsangebot aufmerksam. Dow bietet Ingenieuren
und Chemikern zahlreiche Möglichkeiten, in der Praxis
tätig zu werden.
Unter der Internetadresse: http://www.dow.com/careers/studentjobs.htm
finden alle Interessierten nähere Informationen.
Prof. Dr. Johann Behrens legte den Senatsmitgliedern seinen
Bericht
als Beauftragter des Senats für Personen mit Behinderungen
vor und erläuterte die Schwerpunkte seiner Tätigkeit,
die der Senat zur Kenntnis nahm.
Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Universität
und der Etablierung des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums
zum 1. September 2006 war es in Vorbereitung der Wahlen
erforderlich, die Satzung des Zentrums für Ingenieurwissenschaften
zu diskutieren und zu verabschieden. Der vorgelegte Satzungsentwurf
wurde in schwierigen, aber vertrauensvollen Gesprächen
zwischen dem Rektorat und dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften
ausgehandelt. Um den Studierenden Rechtssicherheit, z. B.
bei Zeugnisbelangen, zu geben, wurde noch in der Sitzung
eine Ergänzung vorgenommen. Mit dieser Änderung
verabschiedete der Senat die Satzung, die demnächst
im Amtsblatt der Universität erscheinen wird.
Weitere Punkte der Senatsdebatte betrafen die:
· Verabschiedung einer überarbeiten Fassung
der Habilitationsordnung der Medizinischen Fakultät.
Die damit im Zusammenhang stehenden Änderungen betrafen
die Formulierungen zu den Grundsätzen und der Voraussetzung
zur Habilitation.
· Ergänzung der Promotionsordnung der Philosophischen
Fakultät. Mit der Satzungsänderung wurde
das Fach Katholische Religion in den Fächerkatalog
für den Fachbereich Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften
aufgenommen.
· Freigabe von Stellen zur Ausschreibung und
Bestätigung der Berufungskommissionen. Es handelte
sich hierbei um die W2-Professur "Praktische Informatik
(Algorithmen und Datenstrukturen)", die W3-Profesur
"Pharmazeutische molekulare Biotechnologie",
die W2-Professur "Ethnologie/Kulturvergleichende
Soziologie" und die W3-Professur "Pflanzenbiochemie
und -biotechnologie" (gemeinsame Berufung mit dem
IPB).
· Berufungen
Folgende Berufungslisten wurden verabschiedet:
- W3 "Evangelische Religionspädagogik"
- W3 "Makromolekulare Chemie"
- W3 "Experimentelle Physik - Nanostrukturierte Materialien"
· Evaluierung einer Juniorprofessur
· Liste der Vertretungsprofessuren und Gastprofessuren
für das Sommersemester 2006
· Zusammensetzung der Gremien zu den Wahlen
und die
· Nominierung der Vertreter für den Verwaltungsrat
des Studentenwerks auf der Grundlage des neuen Studentenwerksgesetzes.
Prof. Dr. Hans Lilie, Dr. Martin Hecht und Jan Wioland
werden die Universität künftig in diesem Gremium
repräsentieren.