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PROTESTBEWEGUNGEN IM FORSCHUNGSFOKUS
Gemeinsames Projekt der Universitäten Halle-Wittenberg, Heidelberg und Zürich
  17.11.2006
 

Europäische Protestbewegungen sind das Thema eines mehrjährigen, internationalen Trainee- und Konferenzprogramms für Nachwuchswissenschaftler. Das Programm startet vom 22. bis 25. November mit einem Workshop am Institut für Medien, Kommunikation und Sport der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Der Irak-Krieg, die Globalisierung, der Atommüll - Protestbewegungen gab und gibt es zu vielen Themen. Welche Auswirkungen sie auf die europäische Öffentlichkeit haben, damit beschäftigt sich ein neues internationales Trainee- und Konferenzprogramm der Universitäten Halle-Wittenberg, Heidelberg und Zürich. An der Martin-Luther-Universität erfolgt der Auftakt: "Protestbewegungen - Perspektiven aus Soziologie, Politik- und Medienwissenschaften" lautet der Titel des Workshops, den das Institut für Medien, Kommunikation und Sport, Abteilung Medien- und Kommunikationswissenschaften, vom 22. bis 25. November ausrichtet.

Zentrale Fragestellungen sind unter anderem:
• Wie nutzen soziale Bewegungen in West- und Osteuropa globale Medien?
• Wie reagieren die Medien in West- und Osteuropa auf die unterschiedlichen sozialen Bewegungen?
• Wie verändern die lokalen sozialen Bewegungen das Europabild in Ost und West?
• Wie beeinflussen soziale Bewegungen die Herausbildung einer gesamteuropäischen Öffentlichkeit?

Der Workshop beginnt mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, 22. November von 15.30 Uhr bis 19.00 Uhr in der historischen Aula des Löwengebäudes (Universitätsplatz), zu der alle Interessenten herzlich eingeladen sind.

Am Freitag, 24. November, findet um 20.00 Uhr in den Räumen der Medien- und Kommunikationswissenschaften (Mansfelder Str. 56, 1. Etage, Raum 101) eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Protestbewegungen in Ostdeutschland – damals und heute" statt. Über Kontinuitäten und Veränderungen von Protestmotiven diskutieren ehemalige Akteure der Bürgerbewegung von 1989: Tobias Hollitzer von der Gedenkstätte "Runde Ecke" in Leipzig, Frank Richter, einer der wichtigsten Protagonisten der Dresdner Bürgerbewegung, sowie Lothar Rochau, Jugendamtsleiter in Halle, der den Umbruch in Halle erlebt und vorangetrieben hat. Außerdem wird Bernd Rieche dabei sein, der nach dem Umbruch den Friedenskreis Halle mitgegründet hat und damit Vertreter der heutigen Friedensbewegung ist.

Im Rahmen des Projekts zu europäischen Protestbewegungen, das von der Europäischen Kommission im Rahmen der Marie-Curie-Training-Courses finanziert wird, werden junge Nachwuchswissenschaftler aus ganz Europa eingeladen, ihre Forschungsprojekte ausgewählten und international anerkannten Experten vorzustellen und mit ihnen zu diskutieren. Am Institut für Medien, Kommunikation und Sport, Abt. Medien- und Kommunikationswissenschaften, findet schon seit längerem eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema "Medien und Protest in Europa" statt. Während Prof. Dr. Reinhold Viehoff bereits 1995 eine internationale Tagung zu Europäischen Identitäten ausgerichtet hat und selbst dazu forscht, hat sich Dr. Kathrin Fahlenbrach in ihrer Promotion mit der Rolle visueller Medien in Protestbewegungen beschäftigt.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.protest-research.eu

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr. Kathrin Fahlenbrach
Tel.: 0345 55-23576
E-Mail: kathrin.fahlenbrach@medienkomm.uni-halle.de

 
  17.11.2006
 
     
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