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"HERAUSFORDERUNG MENSCH"
2. Kolloquium am 16. Mai 2007
 
Am 16. Mai. 2007 nahmen erneut ca. 40 Schülerinnen und Schüler aus mehreren Gymnasien Halles und der Region von 14–18 Uhr am 2. Kolloquium des Teilprojekts "Interkulturelle Kompetenz – Kontakt mit Fremden" teil. Als Teilprojekt des Netzwerk-Projekts "Herausforderung Mensch" der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurde jene Veranstaltung im Rahmen des Programms "Denkwerk. Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich" von der Robert Bosch Stiftung gefördert.


Fotos (2): Sebastian Sieg

Das Teilprojekt lud sowohl bekannte als auch neue Schülerinnen und Schüler in die Universität ein, um vertiefende oder erste Einblicke in Arbeitsweisen der vier beteiligten Einrichtungen zu geben. Hierbei handelt es sich um das Orientwissenschaftliche Zentrum (Dr. Hanne Schönig), das Department Medien- und Kommunikationswissenschaften (Sascha Trültzsch, M.A., Daniela Pscheida, M.A.), das Seminar für Philosophie (Dr. Uta Eichler) und das Institut für Psychologie (PD Dr. Lars-Eric Petersen). Im Verlauf einer dreiteiligen Kolloquienreihe sollen fundiertes Wissen sowie grundlegende Methoden jener Disziplinen an Hand ausgewählter Themen nahe gebracht werden. Gemeinsam sollen interdisziplinäre Fragestellungen, die sich auf den Umgang mit fremden Kulturen beziehen, erarbeitet werden. Nach Abschluss der wissensvermittelnden Phase sollen die Schüler selbst aktiv unter Betreuung durch die Projektleiter und wissenschaftlichen Hilfskräfte Einzelprojekte in schriftlicher bzw. medialer Form bearbeiten, und schließlich in einem Schülerkongress präsentieren.

Beim 2. Kolloquium wurden die Schülerinnen und Schüler durch interaktive Beiträge in fünf verschiedene Thematiken eingeführt. Aus den Mitgliedsinstituten des Orientwissenschaftlichen Zentrums stellten Felix Otter, M.A. (Südasienwissenschaften) und Grit Schorch, M.A. (Judaistik) im Beitrag "Vielfalt der Kulturen II" die Kulturen Südasiens sowie das Judentum vor. Felix Otter sprach über die religiös-kulturellen Strukturen der Region und ging vor allem auf die Entwicklung und Ausprägungen des Hinduismus ein. Grit Schorch vermittelte grundlegende Informationen über jüdische Schriften, Sprachen und Bräuche, sprach aber auch die Auswüchse von Antisemitismus in der Geschichte an. Dr. Uta Eichler vom Seminar für Philosophie leitete in ihren Ausführungen "Ich und die Anderen II Egoismus oder Altruismus" eine anregende Diskussion über die Begriffsbestimmungen von Egoismus und Altruismus. Gemeinsam mit den Schülern wurde versucht, den Zusammenhang zwischen jenen Begriffen und der Moral zu erörtern.

Jun.-Prof. Dr. Golo Föllmer vom Dept. Medien- und Kommunikationswissenschaften erarbeitete in seinem Beitrag "Radio hören Radio machen (Sendeformen und Formate)" mit Hilfe von Radiomitschnitten eine Systematik über Formen und Elemente des Radios. Die Form des Features stand im Mittelpunkt, da diese sich für ein mögliches Schülerprojekt besonders eignet. Den Abschluss bildete PD Dr. Lars-Eric Petersen vom Institut für Psychologie mit seiner Darstellung "Stereotype, Vorurteile und soziale Diskriminierung II Vorurteile und soziale Diskriminierung". Mit Hilfe von drei ausgewählten experimentellen Studien stellte er dar, wie Vorurteile in soziale Diskriminierungen ufern können.

Am Donnerstag, 14. Juni 2007, wird von 14–18 Uhr das dritte und vorerst letzte Kolloquium folgen.

(Sandra John, 25. Mai 2007)

Organisation und Koordination:
Dr. Hanne Schönig, wiss. Mitarbeiterin
Tel.: 0345 55-24081
E-Mail: hanne.schoenig@owz.uni-halle.de
Orientwissenschaftliches Zentrum
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Mühlweg 15, 06114 Halle
homepage: www.owz.uni-halle.de

 
  Ute Olbertz, 25.05.2007
 
     
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