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EXKURSION IN DEN LIBANON
Umfangreiches Programm mit Workshops und Ausflügen
 
Fünf Kommilitonen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben gegenwärtig die Möglichkeit, bei einer Exkursion das Christentum im Libanon kennen zu lernen. Gemeinsam mit Studierenden der Georg-August-Universität Göttingen und der Ludwig-Maximilians-Universität München absolvieren sie seit dem 7. und noch bis zum 18. September ein umfangreiches Programm mit Workshops, Gesprächsrunden und Ausflügen.

Das Christentum hat im Libanon eine besondere Stellung. Nach den Muslimen sind die Christen mit 40 Prozent die größte religiöse Gruppe in der Mittelmeerrepublik. Die Macht ist im Libanon paritätisch unter Christen und Muslimen verteilt. Die Hälfte der Sitze im Kabinett sind Christen vorbehalten. Das Amt des Staatspräsidenten und das des stellvertretenden Ministerpräsidenten müssen ebenfalls von christlichen Personen besetzt werden. Dabei ist das Christentum im Libanon sehr heterogen geprägt. Für die Studierenden bietet sich so die Chance, verschiedene christliche Glaubensgemeinschaften und ihre Stellung im Orient kennen zu lernen.

Von der MLU nehmen Studierende des Orientalischen Instituts, insbesondere des Studienganges "Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients" teil. Bereits im Vorfeld haben sich die Hallenser Partizipanten mit Dr. Ute Pietruschka auf die Exkursion vorbereitet und insbesondere das Thema des christlich-muslimischen Dialogs in Geschichte und Gegenwart diskutiert.

Am Beginn der Reise stehen Workshops in der Hauptstadt Beirut, die die Teilnehmer mit dem politischen und gesellschaftlichen System des Landes und der Lage der Christen im Libanon vertraut machen sollen. Dafür konnte ein internationaler Expertenkreis gewonnen werden.

Im Weiteren stehen Besuche bei Kirchen und Forschungseinrichtungen der diversen christlichen Glaubensgemeinschaften an. Durch Gespräche mit kirchlichen Würdenträgern, Akademikern und auch libanesischen Studierenden können die deutschen Teilnehmer die für sie interessanten Aspekte am Christentum im Orient unmittelbar thematisieren. Zur Abrundung sind auch Besichtigungen des libanesischen Nationalmuseums und archäologischer Stätten sowie die Teilnahme an Gottesdiensten vorgesehen. In abschließenden Diskussionsrunden sollen die Zukunft der Christen im Orient und weiterhin die Perspektiven der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Oriens Christianus besprochen werden.

Die Gesamtorganisation verantwortet Dr. Claudia Rammelt von der Universität München. Möglich ist die Exkursion durch die Zusammenarbeit mit dem Beiruter Orient-Institut der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft und der Near East School of Theology, einer protestantisch ausgerichteten Hochschule in Beirut. Mit dieser Hochschule bereitet das Seminar für Christlichen Orient und Byzanz eine Kooperationsvereinbarung vor. Eine Teilfinanzierung erfolgte durch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst. Die MLU steuerte für die Studenten aus Halle ebenfalls einen Reisekostenzuschuss bei.

(Daniel Haas)

Ansprechpartnerin:
Dr. Ute Pietruschka
E-Mail: ute.pietruschka@orientphil.uni-halle.de
Telefon: 0345 55-24073
Institut für Orientalistik
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Mühlweg 15
06114 Halle (Saale)

 
  Ute Olbertz, 11.09.2007
 
     
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