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FESTLICHES KONZERT AM 15. DEZEMBER
Ehrung für Kammersänger Professor Johannes Künzel
  24.11.2006
 

Anlässlich des 75. Geburtstages von Kammersänger Professor em. Johannes Künzel lädt das Institut für Musik der Martin-Luther-Universität am Freitag, 15. Dezember 2006, um 18.00 Uhr zu einem festlichen Konzert in den Konzertsaal im Händelhaus Karree, Kleine Marktstraße 7 ein. Auf dem Programm stehen vokale und pianistische Beiträge, darunter Werke von J. S. Bach, W. A. Mozart, G. F. Händel, R. Schumann und C. Loewe u. a., die von Dozenten und Studierenden des Musikinstituts dargeboten werden.

Als Institutsdirektor und erster Vorsitzender des Fördervereins pro musica e. V. hat Johannes Künzel insbesondere in den neunziger Jahren den Entwicklungen am damaligen Institut für Musikpädagogik wegweisende Impulse verliehen und mit großem Engagement dessen musikalisch-künstlerische wie auch pädagogische Profilierung befördert.

Im Zuge der demokratischen Erneuerung der Universität Halle war Johannes Künzel im März 1991 zum Institutsdirektor des Instituts für Musikpädagogik am damaligen Fach-
bereich Kunst- und Altertumswissenschaften gewählt worden. In dieser Funktion stand er dem Institut mit seinen beiden Abteilungen Künstlerische Praxis und Musikdidaktik bis Oktober 1995 vor. Unter seiner Leitung wurden wesentliche und zukunftsweisende konzeptionelle Arbeiten für die Profilierung der verschiedenen musikpädagogischen Lehramtsstudiengänge wie auch für die künstlerischen Diplomstudiengänge Klavier und Gesang geleistet. Die Einrichtung der künstlerischen und pädagogischen Professorenstellen beförderte die Akzeptanz der halleschen Ausbildung landes- und auch bundesweit. Mit Beginn des Wintersemesters 1995/96 übergab Johannes Künzel das Amt des Geschäftsführenden Direktors an Georg Maas, Professor für Musikdidaktik und Musikpädagogik (Foto: Oktober 1995, B. Klett, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medienzentrum).

Ein Jahr nach seiner Emeritierung, im Jahr 1997, wurde Johannes Künzel der Vereinsvorsitz des neu gegründeten Fördervereins pro musica e. V. angetragen, den er bis 1999 innehatte.
In Anerkennung seines verdienstvollen Wirkens für die Ziele des Vereins, der Förderung der musikpädagogischen Ausbildung an der Universität in Lehre, Forschung und künstlerischer Arbeit, wurde ihm in der Folge die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Von Anbeginn ging es ihm um die Unterstützung der künstlerischen Ensembles des Instituts wie auch von Workshops, Meisterklassen und künstlerischen Wettbewerben, ebenso von speziellen Forschungsvorhaben und Vortragsreihen. Unter dem Vorsitz Johannes Künzels entwickelten sich Musikinstitut und Förderverein zu wichtigen Kulturträgern an der Universität, in der Stadt Halle und in der Region.

Im mitteldeutschen Musikleben und über dessen Grenzen hinaus ist Johannes Künzel als bedeutender Bass-Bariton aus unvergesslichen Oratorien-Aufführungen und Liederabenden bekannt. Ebenso geschätzt wird er von Schülern und Kollegen als hervorragender und erfahrener Gesangspädagoge.

Johannes Künzel galt über Jahrzehnte hinweg als herausragender Interpret des Oratorien- und Liedrepertoires. Er sang die großen Bass-Partien in Kantaten und Oratorien Johann Sebastian Bachs, Georg Friedrich Händels, Georg Philipp Telemanns und Felix Mendelssohn Bartholdys. Unvergessen sind seine Interpretationen der Liederzyklen Franz Schuberts und Robert Schumanns, der Balladen Carl Loewes sowie des zeitgenössischen Liedgutes. Von seiner Frau, Dr. Bärbel Künzel, am Flügel begleitet, beeindruckten seine Lieder- und Balladenabende ein breites Publikum. Musikkritiker hoben wiederholt die starke musikalische Ausstrahlung des Händel-
preisträgers der Stadt Halle hervor und attestierten ihm Stimmschönheit, durchdachte Wort-Ton-Behandlung, großes Differenzierungsvermögen und Empfindungstiefe, ebenso subtilen Sinn für Humor und komödiantisches Talent (Foto: privat).

Seit mehr als 40 Jahren widmet sich Johannes Künzel der gesangspädagogischen Arbeit. Seine Lehrtätigkeit an der Universität Halle begann im Jahr 1964. Gleichzeitig unterrichtete er an der damaligen Evangelischen Kirchenmusikschule Halle und an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar. Zu Beginn der neunziger Jahre wurde er zum Dozenten berufen und in der Folge, im April 1994, nur zwei Jahre vor seiner Emeritierung, zum Professor für Künstlerischen Sologesang. Dadurch wurde Johannes Künzel als Künstler und Gesangspädagogen wie auch der durch ihn vertretenen Fachrichtung Musikpädagogik an der halleschen Universität eine außerordentliche Würdigung und bahnbrechende Reputation zuteil.


(Mitteldeutsche Zeitung; Foto: Carsten Koall)

Ihm seien an dieser Stelle ganz herzliche Glück- und Segenswünsche übermittelt, verbunden mit einem besonderen Dank für seine langjährige und erfolgreiche administrative Wirksamkeit im Dienste des Instituts für Musikpädagogik am damaligen Fachbereich Musik-, Sport-, Sprechwissenschaft!
Zur Festveranstaltung sind alle Kollegen und Studierenden des Musikinstituts, Schüler, Freunde und Weggefährten eingeladen, um Johannes Künzel in gebührender Weise zu ehren!

Ansprechpartnerin:
D. Christine Klein
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Musik
Telefon: 0345 55-24502
E-Mail: Christine.Klein@musikpaed.uni-halle.de

(Dr. Christine Klein, 24. November 2006)

 
  Ute Olbertz, 24.11.2006
 
     
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