Mord, Erpressung, Intrigen, viele Verdächtige und
zwei überaus engagierte Kommissare, die den Fall letztlich
doch noch lösten. So endete 2005 die erfolgreiche Uni-Soap
"Unistadt - ein Campus voller Leben", die von
Studierenden der Medienwissenschaften geplant und gedreht
wurde. Ihren Nachfolger findet die Serie nun in einer Krimi-Reihe.
Am vergangenen Montag starteten die Dreharbeiten in Leipzig
in Kooperation mit der Fernsehakademie Mitteldeutschland
(FAM) und der Theaterfabrik Sachsen.

Muk-Studentin Antje Büschleb und Aufnahmeleiter
Frank Lindner
Fotos (2): Paolo Schubert
"Es handelt es sich nicht um eine Fortsetzung im wörtlichen
Sinn", erklärt Manja Rothe, die das Projekt betreut.
Zwar habe man mit der letzten Folge der Soap einen schönen
Übergang zum Krimi-Genre geschaffen, doch seien die
Serieninhalte und die Darsteller - bis auf die Kommissare
- völlig andere. "Unsere Studierenden mussten
sich im Vorfeld erst einmal mit den theoretischen Grundlagen
auseinandersetzen. Geklärt wurde, was ein Krimi überhaupt
ist, wie man ihn aufbauen kann und welchen Umfang das Endergebnis
haben soll. In den darauffolgenden Wochen sei im Rahmen
eines Seminars das Drehbuch geschrieben worden. Viel Zeit
habe das Team vor allem für die Entwicklung einer Dramaturgie
und der Motivationen für die einzelnen Charaktere benötigt.
Heraus kam ein fast 70-seitiges Drehbuchmanuskript,
an dem 30 Studierende mitgearbeitet haben.
"Als Drehort nutzen wir die Räumlichkeiten der
Theaterfabrik Sachsen. Ihre Flure und Hallen bieten ideale
Bedingungen für fast alle der geplanten Szenen",
meint die Medienwissenschaftlerin. Auch die Darsteller stammen
aus der Theaterfabrik. "Alles Profis", verdeutlicht
sie, das wolle man auch bei diesem Dreh nicht anders handhaben.
Den Dreh und den Schnitt übernehmen Mitarbeiter und
Auszubildende der Fernsehakademie. Diese Einrichtung bietet
nach Ansicht Rothes ideale technische Voraussetzungen und
optimale Möglichkeiten. Für noch mehr Professionalität
sorgt Peter Hill. Er wurde für dieses Projekt als Regisseur
engagiert. Durch seine langjährigen Regieerfahrungen,
die er bei verschiedenen Fernsehproduktionen gesammelt habe,
könne gerade er am Set ein professionelles Arbeitsklima
schaffen. "Klare Ansagen, Druck und Stress. Das gehört
dazu und so lassen sich am ehesten brauchbare Ergebnisse
erzielen", weiß Rothe.
Die Dreharbeiten für die erste Folge werden noch bis
Juni andauern. Ob die Reihe wieder über einen Fernsehkanal
ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest.
Weitere Informationen:
Manja Rothe M. A.
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften
MMZ, Mansfelder Str. 56
06109 Halle (Saale)
Telefon: 0345 55-23630
E-Mail: manja.rothe@medienkomm.uni-halle.de
(Paolo Schubert, 4.04.2006)