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REKTOR DIEPENBROCK INS AMT EINGEFÜHRT
300 Gäste bei Festveranstaltung in der Aula
  13.10.2006
 

In einem feierlichen Rahmen wurde am Donnerstag, 12. Oktober, der 261. Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in sein Amt eingeführt. Prof. Dr. Wulf Diepenbrock übernahm vor 300 Gästen die Insignien und erklärte, die Hochschule "in die Europaliga führen" zu wollen (BILDERGALERIE).


Der neue Rektor im Talar: Kustos Dr. Ralf-Torsten Speler legte Prof. Dr. Wulf Diepenbrock Amtskette und Talar um, die er zuvor dem alten Rektor Prof. Dr.
Wilfried Grecksch abgenommen hatte. Foto: Norbert Kaltwaßer

Es war 15:45 Uhr, als in der Aula der Martin-Luther-Universität im Löwengebäude der entscheidende Teil der Investitur nahte. Der aus dem Amt scheidende Rektor Prof. Dr. Wilfried Grecksch beendete seine Ansprache mit den Worten: "Danke, das war's". Anschließend nahm ihm der Kustos Dr. Ralf-Torsten Speler, Zeremonienmeister der Festveranstaltung, Talar und Amtskette ab, um sie dem neuen Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock umzulegen - im Blitzlichtgewitter der Fotografen.

Ihr erstes Top-Motiv des Tages hatten sie bereits um 14 Uhr vor die Linsen bekommen, als der Akademische Senat bei strahlendem Sonnenschein in Talaren vom Rektorats- zum Löwengebäude gezogen war. Die Senatsmitglieder hatten den Universitätsplatz bedächtigen Schrittes überquert, dabei war es dort trotz des geschäftigen Treibens für einen Moment regelrecht ruhig geworden.

In der Aula waren derweil rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung versammelt, darunter Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie die Rektoren der Partneruniversitäten Leipzig und Jena sowie weiterer benachbarter Hochschulen. Nach der Begrüßung der Festteilnehmer durch Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke, den Vorsitzenden der Findungskommission, kennzeichnete Sachsen-Anhalts Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz die Wahl Professor Diepenbrocks zum neuen Rektor am 5. Juli als "gelebte Demokratie". Die Universität brauche eine gesunde Mischung aus Kontinuität und Wandel. Der neue Rektor finde einen gegebenen Handlungsrahmen vor, habe "aber auch eine Menge Handlungsoptionen". Der Minister formulierte auch ein konkretes Anliegen an die neue Führung: "Ich würde mir wünschen, dass die Universität ihre Leitbild-Diskussion wieder aufnimmt."

Halles Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler zeigte sich in ihrem Grußwort überzeugt davon, dass in Diepenbrocks Amtszeit "die hallesche Weisheit über die Stadt hinaus an Strahlkraft gewinnen wird". Die Martin-Luther-Universität sei "ein Juwel" für die Stadt.

Der "Zukunft der Universität" wandte sich auch Professor Grecksch in seiner letzten Rede mit Rektorinsignien zu. Er tat seinen Optimismus kund, dass die Universität im Wettbewerb bestehen und dabei sogar das Humboldtsche Bildungsideal mit neuem Leben füllen könne. "In den vergangenen sechs Jahren wurden die Weichen für die Zukunft gestellt", erklärte Grecksch. Zu vielen Gesichtspunkten nahm er noch einmal Stellung, so zu den neuen Studienstrukturen, der Frage der Autonomie der Hochschulen und der externen Evaluation ihrer Arbeit. Grecksch dankte vielen Mitstreitern namentlich und wünschte seinem Nachfolger, dass sich die zuletzt erlebte "Dichte permanenter Herausforderungen in der nächsten Legislatur hoffentlich in Grenzen hält".

Nach der offiziellen Amtsübergabe hielt Professor Wulf Diepenbrock seine Antrittsrede, die er mit dem Titel "Wir sind die Universität" überschrieben hatte. Der neue Rektor setzte sich zunächst in allgemeinen Ausführungen zur Wissenschaft mit den Begriffspaaren "Freiheit/Verantwortung" und "Bildung/Ausbildung" auseinander. Dabei betonte auch er die Gültigkeit des Humboldtschen Bildungsideals. In Bezug auf die Martin-Luther-Universität sagte er: "Das neue Rektorat wird versuchen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und dabei eigene Akzente zu setzen. Es will die Universität in die Europaliga führen."

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch begeisternde Darbietungen des Universitätschores Halle "Johann Friedrich Reichardt" und des Akademischen Orchesters Halle unter der Leitung von UMD Jens Lorenz und Matthias Erben. Zur Aufführung gelangten die Ouvertüre zu "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart und Auszüge aus dem "Foundling Hospital Anthem" von Georg Friedrich Händel.

Carsten Heckmann, 12. Oktober 2006

 
  Ute Olbertz, 13.10.2006
 
     
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