Zwei Technologie-Projekte aus Sachsen-Anhalt haben sich in
der zweiten Runde des Bundeswettbewerbs
"InnoProfile"
gegen starke Konkurrenz durchgesetzt, darunter ein Projekt
der Biotechnologie (Prof. Dr. Rainer Rudolph) der halleschen
Universität. Von insgesamt 127 Bewerbungen aus den neuen
Bundesländern wählte eine hochkarätig besetzte
Jury im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF)
14 Projektskizzen aus. Für sie
ist eine fünfjährige Förderung von durchschnittlich
drei Millionen Euro vorgesehen.
"InnoProfile" fördert gezielt gemeinsame
Projekte von jungen Forschern und regionaler Wirtschaft
in den neuen Ländern. Wesentliche Auswahlkriterien
sind die technische und wissenschaftliche Bedeutung des
Vorhabens, die wirtschaftliche Auswirkung und das Marktpotenzial
der erwarteten Forschungsergebnisse. Gewichtet wird auch
die Nachhaltigkeit der Strategie zur Entwicklung eines Forschungs-
und Ausbildungsprofils.
Diese beiden Projekte aus Sachsen-Anhalt
setzten sich in der zweiten Auswahlrunde durch:
1. Projekt:
"Entwicklung von Fertigungstechnologien für
die effizientere und wirtschaftlichere Herstellung von siliziumbasierten
Solarzellen und -modulen"
Antragsteller:
Fraunhofer Institut Werkstoffmechanik, Institutsteil Halle,
Komponenten der Mikrosystemtechnik und Nanotechnologien,
Dr. Jörg Bagdahn
Im Vorhaben sollen Beiträge zum Einsatz neuer Materialien,
zur Ausbeutesteigerung in der Fertigung und zur Verbesserung
der Langzeitzuverlässigkeit geliefert werden. Darüber
hinaus wird ein Forschungs- und Ausbildungsprofil für
die Region entwickelt. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung
mit Firmen im regionalen Umfeld und dienen auch der regionalen
wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen den
Firmen und der Forschergruppe.
2. Projekt:
"Neue Methoden zur künstlichen Erzeugung von
hochaffinen und hochspezifischen Bindeproteinen"
Antragsteller:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut
für Biotechnologie, Prof. Dr. Rainer Rudolph
Natürliche Bindeproteine - wie beispielsweise Antikörper
- werden schon seit Jahrzehnten in technischen Prozessen
und im Besonderen in der Diagnostik verwendet. Da die derzeit
auf dem Markt befindlichen Antikörpertherapien sehr
teuer sind, gibt es einen großen Bedarf für neue,
kostengünstige Alternativen. Dafür gilt es allerdings
eine gravierende technologische Hürde zu überwinden;
darauf zielt das Forschungsprojekt.
Entwickelt werden sollen neuartige Funktionalisierungs-
und Selektionsstrategien sowie neuartige Gerüstproteine
(Scaffolds). Eine Nachwuchsforschergruppe wird etabliert,
die sich gemeinsam mit Unternehmen der Region mit der Erforschung
und Entwicklung neuer Methoden zur künstlichen Erzeugung
von hochaffinen und hochspezifischen Bindeproteinen befasst.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Rainer Rudolph
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Biotechnologie/Abteilung Proteintechnologie
Telefon: 0345 55-24801
E-Mail: rudolph@biochemtech.uni-halle.de
Internet: www.biochemtech.uni-halle.de/biotechnologie