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NACHHALTIGKEIT - MEGATREND ODER ZEITGEIST?
Wissenschaftliche Disputation am Reformationstag in Wittenberg
  24.10.2006
 

Zur guten Tradition im akademischen Leben der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gehört die wissenschaftliche Disputation am Reformationstag. In Wittenberg geht es diesmal am 31. Oktober um das spannende Thema "Nachhaltigkeit - Megatrend oder Zeitgeist?".

"Den Bedürfnissen der heutigen Generation zu entsprechen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen", so definierte eine UN-Kommission unter Leitung der früheren norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland 1987 den Begriff "Nachhaltigkeit". Fünf Jahre später war er auf dem UN-Umwelt-Gipfel in Rio de Janeiro in aller Munde und hat seitdem Karriere gemacht. Klimaschutz, Wirtschaftskonzepte, Gesundheitspolitik - vieles bekommt das Etikett "nachhaltig" verpasst.

"Nachhaltigkeit ist ein Allerweltswort geworden", sagt Prof. Dr. Gerhard de Haan, Erziehungswissenschaftler an der Freien Universität Berlin. Doch der Begriff sei keineswegs inhaltsleer, ihm sei sogar eine ebenso große Bedeutung zuzutrauen wie der "Freiheit". Aber es scheine, als gebe es "hinsichtlich der praktischen Umsetzung mehr Ideen und brach liegende Konzepte als den Willen, die Möglichkeiten zu ergreifen".

Der Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Ingo Pies von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sieht durchaus "nachhaltige Problemlösungen". Diese erforderten immer öfter ressortübergreifende Betrachtungen. "Es geht nicht um Utopismus, sondern um Verbesserungen, die sich tatsächlich realisieren lassen." Mit der Nachhaltigkeit werde keine "Vorgabe" formuliert, sondern eine "Aufgabe".

Die Professoren Gerhard de Haan und Ingo Pies werden ihre Thesen zur Nachhaltigkeit im Rahmen der traditionellen wissenschaftlichen Disputation der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Reformationstag vortragen. Die Replik kommt von Prof. Dr. Gerhard Wenzel, der an der Technischen Universität München den Lehrstuhl für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung inne hat. Im Rahmen einer Festsitzung des Akademischen Senats treffen sich die Disputanten am 31.Oktober 2006 um 15 Uhr in der Stiftung LEUCOREA, Collegienstr. 62, 06886 Lutherstadt Wittenberg.

Der Universitätsrektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock und Wittenbergs Oberbürgermeister Eckhard Naumann sprechen Grußworte. Die Einführung und die Moderation übernimmt Prof. Dr. Olaf Christen, Professor für Allgemeinen Pflanzenbau/Ökologischen Landbau an der Martin-Luther-Universität. Für die musikalische Umrahmung sorgen Mitglieder des Akademischen Orchesters der Universität unter der Leitung von Matthias Erben.


Fototermine am 31.10.2006 in Wittenberg:

Um 14.30 Uhr ziehen die Mitglieder des Akademischen Senats der Martin-Luther-Universität in ihren Talaren vom Rathaus zur Stiftung LEUCOREA.

Um 14.45 Uhr wird auf dem Innenhof der Stiftung LEUCOREA die Sonnenuhr am Stipendiatenhaus eingeweiht.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Olaf Christen, Professor für Allgemeinen Pflanzenbau/Ökologischen Landbau an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Tel.: 0345 55-22628
E-Mail: olaf.christen@landw.uni-halle.de

(Carsten Heckmann, 24.10.2006)

 
  Ute Olbertz, 24.10.2006
 
     
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