homesucheuebersicht
   


zur Universität
zur Verwaltung

mitarbeiter
aktuellemeldungen
experten
tagungen
unizeitung
journal
pressespiegel
zeitungen
veranman
infodienst
idwpresse
externelinks
design
richtlinien
hinweise
 
  Aktuelle Meldungen und Pressemitteilungen
 
 
CHIRURGEN BELEUCHTEN STRUKTURWANDEL IN IHREM FACH
3. Mitteldeutscher Chirurgenkongress vom 21. bis 23. September 2006 in Leipzig
  11.09.2006
 
Die Chirurgen aus Sachsen-Anhalt und Sachsen stellen den Strukturwandel in ihrem Fach und in der allgemeinen medizinischen Vorsorgung und Ausbildung von Ärzten in den Mittelpunkt des 3. Mitteldeutschen Chirurgenkongresses, der vom 21. bis zum 23. September 2006 in Leipzig stattfindet. Dazu werden etwa 350 Mediziner aus beiden Bundesländern sowie Gäste, unter anderem aus Polen, erwartet. Veranstaltet wird der Kongress aller zwei Jahre von der Mitteldeutschen Chirurgenvereinigung, deren Präsident Professor Dr. Henning Dralle von der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie ist.

"Die Chirurgie ist durch eine fortschreitende Spezialisierung bei gleichzeitiger Horizontalisierung durch Bildung von inter- und multidisziplinärer Zentren in den Krankenhäusern geprägt", erklärt Professor Dralle, der auch als Tagungspräsident fungiert. Gleichzeitig solle die Transparenz der chirurgischen Behandlungsqualität vergrößert werden. Diese könne unter anderem durch die Kooperation mit anderen Fachgebieten erreicht werden. Professor Dralle: "Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit nicht-operativen Fachkollegen ist die Basis für die umfassende Behandlung unserer Patienten." Und so ist der Kongress-Samstag (23. September) dieser Kooperation gewidmet. Dann werden unter anderem Unfallchirurgen und Orthopäden mit Internisten und Gefäßchirurgen mit Dermatologen über Krankheitsbilder beraten.

Abzusehen ist, dass künftig unter anderem auch durch den technischen Fortschritt neue Fachgebiete in der Medizin entstehen werden - etwa die des Gefäß- oder Viszeralmediziners. Dabei wird das Fachwissen und -können aus verschiedenen medizinischen Bereichen vereint. So könne beim Gefäßmediziner das Können des Chirurgen mit dem des Radiologen verbunden werden. Veränderungen sieht der Chirurg auch in der Organisation der Vorsorgung und nennt als Stichworte die Verknüpfung von ambulanter und stationärer Behandlung.

Ein besonderes Anliegen der Mitteldeutschen Chirurgenvereinigung, die 2004 neu gegründet wurde und auf alte Wurzeln zurückverweisen kann, ist die Aus- und Weiterbildung von Chirurgen sowie die internationale Kooperation, um über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Auf dem Kongress kann eine Delegation der Chirurgischen Gesellschaft Polens begrüßt werden. "Die Kooperation der polnischen und deutschen Chirurgen hat eine lange Tradition."

Die Volkmann-Vorlesung während des Kongresses beschäftigt sich mit der Versorgungsforschung. Dabei wird der aktuelle Status quo bei den Qualitätsstandards bei Operationen untersucht und die Mindestmengendiskussion fortgeführt. Dabei kommt die Aussage "Wer viel operiert, hat bessere Ergebnisse" unter die Lupe. Richard von Volkmann (1830-1889) wirkte in Halle und zählte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den führenden Operateuren Deutschlands. Er hat sich um die antiseptische Wundbehandlung verdient gemacht und wurde zum Wegbereiter der orthopädischen Chirurgie. Während des Mitteldeutschen Chirurgenkongresses verleiht die Vereinigung wieder die Volkmann-Medaille an verdiente Chirurgen.

Informationen zum Kongress unter www.mdcv.de
Der Kongress findet im Hotel The Westin Leipzig, Gerberstr. 15, statt.
Donnerstag 13 bis 20 Uhr
Freitag 8.30 Uhr bis 20 Uhr und
Samstag 8.15 bis 13 Uhr

Weitere Informationen:
Oberarzt Dr. Michael Brauckhoff
E-Mail: michael.brauckhoff@medizin.uni-halle.de
oder Telefon 0345 55-72314 (Sekretariat Universitätsklinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral und Gefäßchirurgie Halle)

Jens Müller
Pressereferent
Universitätsklinikum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06097 Halle (Saale)
E-Mail: jens.mueller@medizin.uni-halle.de
Telefon: 0345 55-71032

(Jens Müller, August 2006)

 
  Ute Olbertz, 11.09.2006
 
     
  Copyright       Disclaimer       Impressum       Kontakt
© 2002 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg