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AUSCHWITZ IN RECHT UND POLITIK
Erfolgreicher Abschluss des Internationalen Universitäts-Seminars in Auschwitz
  31.01.2006
 
Mit starken Eindrücken sind die Teilnehmer an dem internationalen Seminar zu "Auschwitz in Recht und Politik" - 40 Studierende der Juristischen Fakultäten Halle und Passau - aus Auschwitz (Oswiecim) und Krakau zurückgekehrt.

Das Seminar fand in der Zeit vom 18. bis 22. Januar 2006 - nur wenige hundert Meter vom sogenannten Stammlager Auschwitz I entfernt - in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte IJBS statt. Das von den Professoren Werner Beulke aus Passau sowie Armin Höland und Michael Kilian aus Halle wissenschaftlich betreute Programm umfasste Referate zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit der millionenfachen Ermordung von Menschen in Auschwitz, mit dem Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1945-1946, mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963-1965 sowie mit Fragen der Folgen des Holocaust für Gegenwart und Zukunft. In das Seminarprogramm waren mehrstündige Besichtigungen des Stammlagers Auschwitz I sowie des ungleich größeren Lagers Auschwitz-Birkenau eingefügt. Eindrucksvoll bereichert wurde die Seminardiskussion durch einen Vortrag von Dr. Manfred Deselaers, katholischer Priester und Vorstandsmitglied im "Zentrum für Dialog und Gebet" in Oswiecim, sowie durch ein mehrstündiges Gespräch mit dem Zeitzeugen Kazimierz Smolen, fünf Jahre lang Häftling in Auschwitz, später Direktor des Auschwitz-Museums und Zeuge im Frankfurter Auschwitz-Prozess.

Zu einem außerordentlich interessanten deutsch-polnischen Diskussionsforum wurde das Seminar durch den Besuch von Andrzej Zoll, Professor für Strafrecht an der Juristischen Fakultät der Jagiellonischen Universität in Krakau und Bürgerrechtsbeauftragter der Republik Polen, der für einen Tag aus Krakau mit einer Gruppe von acht polnischen Studierenden angereist war, sowie durch die Mitwirkung der Geschichtswissenschaftlerin Dr. Edyta Gawron vom Zentrum für Jüdische Studien der Universität Krakau.

Seinen trotz beißender Kälte gelungenen kulturellen und geselligen Abschluss fand das Seminar in Krakau, wohin die Seminargruppe für einen Tag und eine Nacht gereist war. Auf Einladung von Professor Zoll und des Zentrums für Menschenrechte in Oswiecim fanden die Gäste aus Deutschland und die Studierenden aus Polen bei einem abendlichen Büfett und entspannten Gesprächen im Keller des historischen Restaurants "Wierzynek" im Stadtzentrum von Krakau zusammen.

Ermöglicht wurde die Seminarreise durch Fördermittel der Harold Bob Stiftung, Berlin, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Warschau, der Stiftung Rechtsstaat Sachsen-Anhalt, Magdeburg, und den Landeszentralen für politische Bildung in Sachsen-Anhalt und in Bayern.

Das Seminar gehört zu den im Programm des Auswärtigen Amtes und des polnischen Außenministeriums aufgeführten Projekten des "Deutsch-Polnischen Jahres 2005/2006" (siehe http://www.de-pl.info/de/event.php/event/416)

Kontakt:
Prof. Dr. Armin Höland
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Juristische Fakultät
Telefon: 0345 55-23150
E-Mail: hoeland@jura.uni-halle.de

Prof. Dr. Werner Beulke
Universität Passau, Juristische Fakultät
Telefon: 0851 509-231
E-Mail: beulke@uni-passau.de

 
  Ute Olbertz, 31.01.2006
 
     
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